WECC2 Forst-Notrufsystem WECC2

Das WECC2 ist ein speziell auf die Gegebenheiten im Forst optimiertes Notrufsystem mit satellitengestützter GPS-Überwachung. Seine einfache Bedienung und einzigartige Leistungsfähigkeit machen das WECC2 zu dem wahrscheinlich sichersten und komfortabelsten Notrufsystem, das zur Zeit erhältlich ist. Durch seine Fähigkeit, bis zu 14 individuelle Bezugspunkte dauerhaft zu speichern, ist das WECC2 das einzige System, das die Einbindung von ortskundigen Personen in die Rettungskette ermöglicht, denn zusätzlich zu den exakten GPS-Koordinaten des Unfallortes wird bei einem Notruf auch die Beschreibung des Unfallortes in Klartext durch Ansage des nächstgelegenen Bezugspunktes und der Relativentfernung hierzu ausgegeben. Der Notruf kann sowohl aktiv, als auch passiv nach dem Totmannprinzip ausgelöst werden. Die Alarmierung der Notrufkette erfolgt über ein GSM-Telefon, welches individuell programmierbare Rufnummern (mindestens 4) anwählt und die Notrufinformationen in deutlicher Sprachansage übermittelt. Der Empfang des Notrufes kann von der Gegenseite jeweils durch Eingabe eines Zifferncodes quittiert werden. Die Netzabdeckung des Systems ist maximal, da die Möglichkeit besteht zwei SIM-Karten unterschiedlicher Netzbetreiber (z.B. D1 und D2) im WECC2 einzusetzen. Bei Netzverlust wechselt das System automatisch das Netz und versucht sich im Alternativnetz einzubuchen. Der Einsatz ist sowohl in Verbindung mit einem Forstschlepper, als auch fahrzeugungebunden als portables System möglich. Durch die Schnellwechselbefestigung ist auch eine Vorrüstung mehrerer Fahrzeuge kostengünstig möglich. Der Aus-, bzw. Einbau ist in wenigen Minuten möglich. Daher ist es absolut flexibel und jederzeit durch optionales Zubehör erweiterbar.

Funktionsbeschreibung

Das GPS-Notrufsystem WECC2 ermittelt ständig die exakten GPS-Koordinaten des aktuellen Standortes. Zusätzlich können im System bis zu 14 Standorte dauerhaft mit jeweils zugehöriger Standortbeschreibung (je 20 Sekunden) gespeichert werden. Diese Standorte dienen bei der Notrufübermittlung als Bezugspunkte für die Beschreibung des Unfallortes in Klartext. Hierfür ermittelt das System, ohne daß der Bediener etwas dazu tun muß, ständig den zum aktuellen Standort nächstgelegenen Bezugspunkt aus dem Standortspeicher. Somit ist sichergestellt, daß auch bei wechselnden Arbeitsorten immer der nächstgelegene Bezugspunkt zur Beschreibung des Unfallortes herangezogen wird. Die Notrufinformationen umfassen in Klartextansage die aufgezeichnete Beschreibung des nächstgelegenen Bezugspunktes, die Entfernung des Unfallortes von diesem Bezugspunkt mit Angabe der Entfernung und Richtung, die exakten GPS-Koordinaten und die Uhrzeit der Notrufauslösung. Danach wird der Notrufempfänger dazu aufgefordert den korrekten Empfang des Notrufes durch Drücken einer Zahlenfolge am Telefon zu quittieren. Erfolgt keine Quittierung werden alle Notrufinformationen erneut ausgegeben (mindestens 3 mal).
Die Auslösung des Notrufes kann aktiv durch den Bediener, oder passiv nach dem Totmannprinzip erfolgen. Für den passiven Notruf sind Vorwarnzeiten von 6 bis 15 Minuten einstellbar. Nach Ablauf dieser Vorwarnzeit warnt das System den Bediener durch Betätigung der Hupe, daß der Notruf in Kürze ausgelöst wird. Wenn kein Notfall vorliegt, kann er diesen Voralarm zurücksetzen, indem er eine Windenfunktion (normal "Gas+") betätigt, oder die Taste "Voralarm rücksetzen" am WECC2 drückt. Liegt jedoch ein Notfall vor, so beginnt das WECC2 nach Ablauf der Voralarmzeit automatisch mit dem Absetzen des Notrufes an die im System einprogrammierten Rufnummern. Die Fahrzeughupe wird so lange weiterbetätigt, bis Hilfe vor Ort angekommen ist und den Notruf zurücksetzt. Dadurch wird das Auffinden des Verunfallten besonders in unübersichtlichem Gelände erleichtert.
Für Anwender, die nicht immer mit einer Seilwinde arbeiten, bzw. keine Winde mit Funkfernsteuerung haben, besteht die Möglichkeit das Notrufsystem mit einem Lagemelder zu erweitern. Dieser Lagemelder wird am Körper getragen und ist mit Neigungssensoren ausgestattet. Hiermit wird also nicht die Windenfunktion, sondern die Bewegung überwacht (Totmannfunktion). Mit den beiden Tasten des Lagemelders ist es zudem möglich die Funkverbindung zum Basisgerät zu überprüfen, den Voralarm zurückzusetzen und einen aktiven Alarm auszulösen. Der Lagemelder ist mit einem 10 mW Sender ausgestattet und hat eine Reichweite von mehr als 100 Metern.
In der Praxis ist diese Art der Überwachung jedoch nur am Einsatzort optimal. Bei Standortänderungen, bzw. der Hin- und Rückfahrt ist es nicht zu vermeiden, daß das System kein Rücksetzsignal für den Voralarm bekommt, da man beim Fahren nicht mit dem Windenfunk arbeitet. Die Folge wäre, daß der Schlepper plötzlich während der Fahrt, eventuell noch auf öffentlichen Straßen, zu hupen beginnt. Dieses stellt jedoch eine erhebliche Gefährdung dar, da zum Einen der Fahrer erschrickt und versucht den Voralarm zurückzusetzen, was ihn vom Fahren ablenkt und zum Zweiten können andere Verkehrteilnehmer dadurch erschreckt werden. Zur Vermeidung einer solchen Situation hat das WECC2 als einzigstes System eine Rücksetzung des Voralarmintervalles durch Überprüfung der GPS-Koordinaten integriert. Ermittelt das System während der Vorwarnzeit eine Standortänderung von mehr als 700m Luftlinie, so setzt das System das Voralarmintervall automatisch zurück und verhindert so diese Gefahr. Nur mit dieser Funktion ist eine aktive Überwachung auch während Standortänderungen möglich und erlaubt es das System während des gesamten Arbeitstages aktiv zu lassen.
Leider haben wir im Forstbereich keine idealen Voraussetzungen im Bezug auf GPS- und Telefonnetzabdeckung. Das WECC2 überwacht ständig diese beiden wichtigen Komponenten. Wird der GPS-, bzw. Telefonempfang verloren, so weist das System den Bediener durch eine Ansage am Lautsprecher und eine kurze Betätigung der Fahrzeughupe darauf hin. Kommt es zu einem Verlust der Telefonfunkverbindung, so versucht sich das Gerät sofort wieder einzubuchen (auch Roaming ist möglich). Gelingt dies nicht, so wechselt das System selbstständig die SIM-Karte (es können zwei SIM-Karten unterschiedlicher Netzbetreiber im System eingebracht werden) und versucht die Telefonfunkverbindung im zweiten Netz wieder herzustellen. Somit erreicht das WECC2 insgesamt die maximal mögliche Netzabdeckung. Bei fehlendem GPS-Empfang speichert das System die letzten als korrekt empfangenen GPS-Koordinaten. Im Falle eines Notrufes wird auf diesen fehlenden GPS-Empfang hingewiesen und es werden die letzen als korrekt empfangenen GPS-Koordinaten ausgegeben.
Das WECC2 wurde für den Einsatz unter härtesten Einsatzbedingungen entwickelt und ist auch für andere Einsatzzwecke geeignet. Wenn Sie Anpassungen dafür benötigen, so werden wir als Hersteller und Entwickler gemeinsam mit Ihnen eine Lösung dafür finden.



Merkmale

Kurzübersicht

Handbuch

Bei der Entwicklung des WECC2 wurden alle Vorgaben der Berufsgenossenschaft zur Absicherung der Alleinarbeit im Forst erfüllt und darüber hinaus sinnvoll ergänzt.
- permanente GPS-Überwachung
- GSM-Telefon für Notrufübermittlung
- maximale Netzabdeckung (2 SIM-Karten einsetzbar)
- 4 - 8 Notrufnummern (direkt am System programmierbar)
- Telefon für Bediener frei verfügbar
- aktive und passive Notrufauslösung (Zeiten einstellbar)
- automatische Rücksetzung des passiven Notrufs bei Standortänderungen
- 14 Bezugspunkte dauerhaft speicherbar
- automatische Wahl des nächstgelegenen Bezugspunktes
- Positionsübermittlung in Klartext und mit GPS-Koordinaten
- Übermittlung des Unfallzeitpunktes
- alle Notrufinformationen werden mindestens drei mal wiederholt
- Notrufübermittlung mit Quittierung
- auch portabel einsetzbar (siehe Zubehör)
- einfachste Bedienung
- auch mit integriertem Windenfunk lieferbar
- alle Vorgaben der Berufsgenossenschaft sind erfüllt

Technische Daten:

Betriebsspannung: 6-24 Volt Gleichspannung / Gehäusedichtigkeit IP 54 / Genauigkeit: auf < 100 Meter genau / ständige Positionserfassung über GPS / 14 Bezugspunkte dauerhaft speicherbar / Angabe des Unfallortes in Klartext und mit GPS-Koordinaten / Systemsicherheit: 2 Mikroprozessoren / Rufnummernspeicher: 8 Rufnummern, dauerhaft gespeichert / Telefon: internes Triband-Telefon mit 2 SIM-Kartenschlitten

Lieferumfang:

Set 1:

- Notrufsystem WECC2 für den Fahrzeugeinbau
- Basisgerät WECC2, incl. Telefonhörer und Montageplatte
- GPS-Antenne für Dachmontage, incl. Antennenkabel
- GSM-Antenne für Dachmontage, incl. Antennenkabel
- Lautsprecher für Sprachansagen
- Kabelsatz zum Anschluß an das Fahreugbordnetz und den Windenfunk
- Handbuch


Set 2:

- Notrufsystem WECC2 für den Fahrzeugeinbau mit Lagemelder
- Basisgerät WECC2, incl. Telefonhörer und Montageplatte
- GPS-Antenne für Dachmontage, incl. Antennenkabel
- GSM-Antenne für Dachmontage, incl. Antennenkabel
- Antenne für Lagemelder
- Lautsprecher für Sprachansagen
- Kabelsatz zum Anschluß an das Fahreugbordnetz und den Windenfunk
- Lagemelder 10 mW
- Ladegerät für Lagemelder
- Handbuch


Set 3:

- Notrufsystem WECC2 für den Fahrzeugeinbau mit integriertem Windenfunk für Ein- und Doppeltrommelwinden
- Basisgerät WECC2, incl. Telefonhörer und Montageplatte
- GPS-Antenne für Dachmontage, incl. Antennenkabel
- GSM-Antenne für Dachmontage, incl. Antennenkabel
- Antenne für Windenfunk
- Lautsprecher für Sprachansagen
- Kabelsatz zum Anschluß an das Fahreugbordnetz und die Winde
- Handsender für Windenfunk (14 Funktionen)
- Ladegerät für Handsender
- Handbuch